Vertrauen – Wie wichtig ist das?

Wenn ich Sie nach der härtesten Währung frage, die es im Business gibt – was wäre Ihre Antwort? Ich sage Ihnen meine: Vertrauen. Wenn mir mein Kunde nicht vertraut, wird er kein Geschäft mit mir machen. Wenn ich einem Kunden nicht traue, werde ich versuchen, ihn loszuwerden. Das ist also kein softes Thema, sondern das grundlegendste überhaupt. Erfolg ist ohne den Aufbau von Vertrauen undenkbar.

Das hat noch eine tiefere Dimension, nämlich auf der ganz persönlichen Ebene: Vertrauen Sie sich selbst? Worauf basiert Ihr Selbstvertrauen, was ist die Grundlage? Wie gewinnen Sie (neues) Selbstvertrauen? Das hängt mit der anderen Vertrauensfrage eng zusammen. Wenn ich mir schon selbst nicht vertrauen kann – warum sollte es ein anderer tun? Spüren Sie, wie tief dieses Thema ins Mark geht?

Alleine geht nichts

Vertrauen ist die Basis für vieles, was wir tun. Wir interagieren mit anderen, sind also nicht alleine. Wir brauchen die Anderen. Alleine geht nicht. Alleine geht nichts. Und da Vertrauen so wichtig ist, überlegen wir nun kurz, wie es entsteht.

Ein Gedankenexperiment: Ich vertraue meinem Stromanbieter. Ich vertraue darauf, dass mein Strom aus der Steckdose kommt. Ohne Strom kann ich nicht arbeiten. Warum vertraue ich dem Stromanbieter? Ganz einfach: Er hat mich noch nie hängen lassen. Ich kenne das nicht – keinen Strom zu haben. Er liefert einfach.

Vertrauen hat Geschichte

Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das ganz anders. Hier gehe ich im Prinzip schon vor der Reise davon aus, dass eine Verbindung nicht erreicht wird. Warum ist das so? Weil ich das schon viele, viele Male erlebt habe.

Hier sehen Sie den einfachen Unterschied. Vertrauen lebt von der Vergangenheit. Was bedeutet das für mich? Vertraue ich mir selbst? Ich vertraue mir nur selbst, wenn ich in der Vergangenheit an mich selbst geliefert habe.

Und hier kommen meine Werte ins Spiel, denn sie bilden die Basis für meine Entscheidungen. Wenn ich nach diesen Werten lebe, bin ich in Harmonie mit mir selbst und verbiege mich nicht. Habe ich meine Werte dagegen oft mit Füßen getreten, dann traue ich mir selbst nicht mehr so richtig über den Weg. Der Geist ist willig – das Fleisch ist schwach. So steht es schon in der Bibel.

Momente der Offenbarung

Eine spannende Frage: Wenn ich mir selbst vertraue – wie kontrolliere ich mich dann selbst? Wie checke ich, ob ich bei meinen Werten bleibe? Wie also bleiben Sie an Ihren Projekten dran, wenn Widerstände kommen? Wenn es nicht so läuft, wie es laufen soll?

Beispiel: Sie arbeiten an einem wichtigen Projekt. Deadline. Nun kündigt gerade der Mitarbeiter, an dem alles hängt? Oder: Ihr Zulieferer hält den Liefertermin nicht ein. Oder: Sie haben einen Fehler gemacht und das Material verhunzt. Was tun Sie? Was sagen Sie Ihrem Kunden? Bleiben Sie bei Ihren Werten? Vertrauen Sie sich weiter?

Kennen Sie „Swift Trust“?

Bei der Recherche zu diesem Blogbeitrag habe ich einen interessanten Begriff gefunden: Swift Trust. Das ist eine Form des situativen und raschen Vertrauens. Wenn zum Beispiel ein Team ad hoc zusammengestellt wird, benötigen wir Swift Trust. Nehmen wir an, ein Filmteam wird gebraucht. Es bleibt keine Zeit für vertrauensbildende Maßnahmen. Das Team muss funktionieren. Die Mitglieder müssen einander fast blind vertrauen, damit das Projekt zum Erfolg kommt. Und verblüfft stellt man fest: Es funktioniert.

Eine einfache Methode | Wie Sie mehr Selbstvertrauen bekommen

In Google Trends wird Vertrauen zehnmal häufiger gesucht als Misstrauen. Der Mensch strebt offensichtlich nach Vertrauen. Das deutet an, was wir wirklich brauchen, um gut und erfolgreich leben zu können.

Nun möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie zu mehr Vertrauen und Selbstvertrauen kommen. Dazu gebe ich Ihnen ein einfaches Tool an die Hand:

Schritt #1: Definieren Sie Ihre Werte (z.B. Ehrlichkeit, Termintreue, Kundenzufriedenheit, etc.).

Schritt #2: Schreiben Sie Ihre Werte auf (es ist unendlich wichtig, diese Werte schwarz auf weiß zu sehen und nicht nur im Kopf zu haben).

Schritt #3: Beobachten Sie sich einmal über vier Wochen. Wie handeln Sie in Drucksituationen? Ganz ehrlich: Bei welchen Gelegenheiten lassen Sie einen Wert über Bord gehen? Und nun die Kernfrage an Sie: Stärkt Ihr Handeln Ihr Vertrauen?

Schritt #4: Wenn Sie alleine nicht weiterkommen, suchen Sie sich einen Sparringspartner. Jemanden, der Ihnen Mut zuspricht und verständnisvoll Ihre Situation mit Ihnen analysiert. Jemanden, der Ihnen hilft, sich selber zu vertrauen.

Teurer Vertrauensverlust

Wenn Sie nun fragen: Und wie macht das Markus Buschmann? Dann antworte ich mit meinem Lieblingszitat dazu von Robert Bosch, der sagte: „Immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt: lieber Geld verlieren als Vertrauen.“

Nach diesem Grundsatz lebe auch ich. Sollte ein Kunde egal aus welchem Grund nicht zufrieden sein, so bekommt er sein Geld von mir zurück. Damit ist klar: Ich vertraue dem Kunden – und der Kunde hat allen Grund, mir zu vertrauen. Es gibt keinen besseren Weg.

Ihnen mehr Erfolg! wünscht Ihr Spurwechsel-Assistent Markus Buschmann

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