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Funktionierende Teams brauchen Teamregeln

Teamregeln lenken das Miteinander in geordnete Bahnen.

In Teams arbeiten unterschiedliche Persönlichkeiten an einem gemeinsamen Ziel. Damit jeder in die gleiche Richtung rudert, braucht es Regeln, die für alle Teammitglieder transparent sind. Ohne solche kommt es leicht zu Missverständnissen, Konflikten und Reibungsverlusten.

Teamregeln erstellen

Du fragst Dich als Führungskraft, ob Du Teamregeln aufstellen sollst und wenn ja, welche? Deine Mitarbeiter wollen Leitplanken und sie wollen wissen, was sie tun dürfen und was nicht. Sie brauchen Klarheit über ihre Verantwortlichkeiten und sie wollen geführt werden. Was erwartest Du von Deinem Team hinsichtlich Kommunikation, gegenseitige Unterstützung, Feedback, Aufgabenverteilung und Qualität?

Es gibt 3 Arten von Teamarbeit

Skandinavische Denker haben einmal versucht, Teams zu klassifizieren. Es gibt 3 Arten von Teamarbeit:

a) Zerstörerische Teamarbeit
b) Stagnierende Teamarbeit
c) Sich entwickelnde Teamarbeit

Welche Gruppe dominiert?

80 % aller Teams gehören zur Gruppe b).

Und nur leider 5 % aller Teams finden sich in der Gruppe c) wieder.

Ich weiß nicht, wie es Dir damit geht. Ich finde es zum einen frustrierend.

Andererseits zeigt dieser Wert ein enormes Potenzial auf!

Ein wenig Mathematik

In einem Team sollte doch das Prinzip 1 + 1 = 3 gelten und nicht 0,5.

Warum Teams nicht funktionieren?

  • Liegt das an der fehlenden Zielklarheit?
  • An der mangelnden Inspiration der Teammitglieder?
  • Am Engagement oder an der Beziehung und am Vertrauen der Teammitglieder untereinander?
  • An nicht vorhandenen Teamregeln?
  • An einer fehlenden Unternehmensvision?
  • Nehmen die Manager ihre Aufgaben nicht wahr?

Fazit: die Ursachen für nicht funktionierende Teams vielfach. Der Mensch ist nun einmal komplex und Teams sind keine Industrieanlage 4.0.

Was ist die optimale Teamgröße?

Teamarbeit ist Beziehungsarbeit.

Mit der Anzahl der Teammitglieder steigen die Beziehungen und damit der Kommunikationsbedarf. Die Kommunikationsbeziehungen in einem Team errechnen sich nach der Formel: n * (n-1) /2. Bei 3 Teammitgliedern existieren also 3 Kommunikationsbeziehungen, bei 5 Teammitgliedern 10.

In Teams mit 7 Mitgliedern sind 21 Kommunikationsbeziehungen zu managen und in Teams mit 10 Teammitgliedern bereits 45. Damit steigt auch der Zeitbedarf für Abstimmungsmeetings, die Kommunikation muss organisiert werden und wertvolle Kapazitäten verpuffen.

Teamgröße

  • Zu große Teams sind nicht produktiv. Idealerweise sollte eine Teamgröße von 7 nicht überschritten werden, sonst wird zu viel Zeit für Koordination und Kommunikation verschwendet.
  • Teamleiter bzw. Projektmanager sollten zudem die Teambeziehungen immer im Auge behalten.
  • Sind nämlich 10 % der Beziehungen gestört, sinkt die Teamproduktivität um 35 %.

Exkurs: Auch das gehört zu den Teamregeln

Immer nett? Ein Riesenfehler! „Nein“ ist ein kompletter Satz, der keiner Rechtfertigung bedarf.

Gemocht zu werden, ist einer unserer Ur-Wünsche. Selbstbewusstsein bedeutet aber auch, die eigenen Bedürfnisse zu benennen und einzufordern. Wer für seine Prinzipien einsteht, wird gelegentlich polarisieren und anecken, zeigt dafür aber Rückgrat. 

Nein, sagen können, Widerstände überwinden und Konflikte aushalten sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Auch das gehört zu einem guten Selbstmanagement. Wenn Du Dich so verhältst, dass Dich alle mögen, machst Du wahrscheinlich etwas falsch. 

Mache Dir Deine Stärken und Schwächen bewusst, übe Dich in Selbsttoleranz und behandle andere respektvoll. Definiere einmal für Dich und Dein Team die Werte und Grenzen.

Mach den Teamcheck

Danach hast Du eine gute Basis, um Deine Teamregeln zu erstellen. Du siehst nach dem Check klar, wo der Schuh drückt. Danach ist es fast ein Kinderspiel, die Teamregeln zu erstellen.

Wie bewerten Deine Teammitglieder diese Aussagen?

  1. Als Team gelingt es uns, die zugesagten Ergebnisse rechtzeitig zu liefern
  2. Wir haben einen vernünftigen Plan, wie wir unsere Ziele erreichen
  3. Wir haben klare und sinnvolle Teamregeln
  4. Unser Team orientiert sich an den gemeinsamen Werten
  5. Entscheidungen werden schnell und transparent getroffen
teamregeln

Erstaunlich

Wie kann es sein, dass ein Team von Menschen, die einen durchschnittlichen IQ von über 120 haben, im Miteinander (also im Team) einen durchschnittlichen IQ von 63 aufweisen?

Gerne erstelle ich mit Dir und Deinem Team Eure Teamregeln.

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Über den Autor

Markus Buschmann

Markus ist zertifizierter BAFA Berater und Business Coach mit jahrzehntelanger Erfahrung aus der Praxis als Geschäftsführer. Als Sparringspartner unterstützt er Führungskräfte.

Markus auf Linkedin

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